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WORLD MARKET ATLAS · PERSÖNLICHER KOMMENTAR
Marktkommentare
Meine Sicht auf Märkte, die Wirtschaft und Ereignisse, die für Investoren wichtig sind.
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S&P 500: Dividenden nahe historischen Tiefständen und Forward-KGV im Vergleich der Jahrzehnte
Analyse: 28. September 2026. Angezeigte Dividendenrendite: 31. August 2026. Vollständige Shiller-Dividenden: bis Juni 2026. Forward-KGV: FactSet-Bericht vom 25. September 2026. Historische Beobachtungen von J.P. Morgan: Version vom 30. März 2026. Szenarien sind bedingte Berechnungen, keine Prognosen.
Der S&P 500 bietet derzeit nur sehr geringe Dividendenerträge, aber sein zukünftiges KGV ist im Vergleich zum letzten Jahrzehnt nicht mehr außergewöhnlich hoch. Beide Aussagen können wahr sein. Die offizielle angezeigte Dividendenrendite lag am 31. August 2026 bei 1,10 %, während der FactSet-Bericht vom 25. September 2026 ein KGV von 19,2** prognostiziert. Ein Verhältnis misst die Verteilung im Verhältnis zum Preis; der andere misst den Preis des erwarteten Gewinns. Sie beantworten unterschiedliche Fragen.
Meiner Einschätzung nach bleibt der Index in erster Linie eine Investition in die künftige Gewinnentwicklung, mit einem kleinen Beitrag der laufenden Barausschüttungen. Eine niedrige Dividendenrendite begrenzt diese Renditekomponente. Allerdings unterstützt der aktuelle Faktor nicht die Gleichsetzung des Marktes mit dem Höhepunkt der Dotcom-Blase. Das zentrale Risiko ist die Dauerhaftigkeit der Erträge im Nenner des Forward-KGV. Diese Analyse trennt Beobachtungen, Originalberechnungen und bedingte Szenarien.
1. Was vergleichen wir?
Trailing Dividend Return (TTM) dividiert die Dividenden der letzten 12 Monate nach Preis. Angegebene Dividendenrendite basiert auf der aktuellen Jahresrate der regulären Ausschüttungen; es ist keine Garantie für zukünftige Einnahmen. Forward KGV dividiert den Preis durch den Konsensgewinn für die nächsten 12 Monate. Es unterscheidet sich vom KGV der ausgewiesenen Gewinne und vom CAPE, das einen langen Durchschnitt der inflationsbereinigten Gewinne verwendet.
Messen
Wert
Zeitraum und Art der Beobachtung
Angezeigte Dividendenrendite
1,10%
S&P DJI, 31. August 2026
Nachlaufende Dividendenrendite: D/P
1,0967%
Juni 2026, berechnet aus Shillers Serie
TTM-Dividenden pro Indexeinheit
81,7032 USD
Vierviertelausschüttungen bis Juni 2026
Vorwärts-KGV
19,2
FactSet-Bericht, 25. September 2026; prognostizierten Gewinn
Nachlaufendes KGV
25,8
Gleicher FactSet-Bericht; historische Einnahmen
Quellen: S&P DJI Factsheet, S. 3, Robert Shiller, Datenarbeitsblatt und FactSet, S. 1 und 15. Alle Quellen wurden am 28. September 2026 überprüft. Die Abrufdaten ersetzen nicht die Beobachtungsdaten. Der FactSet-Bericht verwendet den Indexschlusskurs vom 24. September; Zum Datum dieses Artikels handelt es sich nicht um einen Intraday-Wert.
Das Shiller-Arbeitsbuch enthält Preise bis September, vollständige Dividenden jedoch erst bis Juni. Ich fülle fehlende Juli-September-Verteilungen nicht aus. Bei den beiden Renditen nahe 1,10 % handelt es sich um separate Beobachtungen mit unterschiedlichen Definitionen und Daten und nicht um eine tägliche Reihe. 81,70 USD werden pro Indexeinheit ausgedrückt, nicht pro Anteil eines beliebigen ETFs.
2. Dividendenhistorie: von etwa 4 % auf etwa 1 %
Um die Auswahl einzelner Jahre zu vermeiden, habe ich in mehreren expliziten Stichproben Statistiken über jeden vollständigen Monat berechnet. Jeder Monat hat das gleiche Gewicht. Der Mittelwert ist der Durchschnitt der monatlichen D/P-Verhältnisse, nicht die durchschnittlichen Dividenden dividiert durch die Durchschnittspreise. Die Eingaben stammen aus Shillers Arbeitsmappe.
Monatliche Probe
Beobachtungen
Mittlerer Ertrag
Median
Bereich P10–P90
1871–2025, umfangreiche US-Marktgeschichte
1,860
4,22%
4,19%
1,80–6,53%
März 1957–Dezember 2025
826
2,83%
2,89%
1,47–4,50%
1990–2025
432
1,98%
1,88%
1,31–2,89%
2016–2025
120
1,69%
1,71%
1,29–2,08%
Das P10–P90-Intervall beschreibt die mittleren 80 % der Beobachtungen und ist kein Konfidenzintervall oder eine Prognose. Daten vor der Einführung des S&P 500 im März 1957 stellen Vorgängerindizes und eine Rekonstruktion des US-Marktes dar. Sie sollten nicht als Aufzeichnung eines Live-Index mit 500 Unternehmen bezeichnet werden, der seit 1871 besteht.
Die Interpretation hängt vom Horizont ab. Ein Vergleich nur mit dem Mittelwert von 4,22 % deutet auf eine viel größere Anomalie hin als die Verwendung des Mittelwerts von 1,69 % aus dem letzten vollständigen Jahrzehnt. Beide Referenzen sind gültig, repräsentieren jedoch unterschiedliche Marktstrukturen und Vertriebspolitiken. Die jahrzehntelangen Durchschnittswerte lagen in den 1970er Jahren bei 4,00 %, in den 1980er Jahren bei 4,20 %, in den 1990er Jahren bei 2,44 % und im Zeitraum 2020–2025 bei 1,50 %. Die letzte Periode umfasst sechs Jahre und nicht ein ganzes Jahrzehnt.
Die Nachlaufrendite vom Juni lag mit 1,0967 % etwa 61,3 % unter dem Durchschnitt von März 1957 bis Dezember 2025 und 35,0 % unter dem Durchschnitt von 2016 bis 2025. Auch in der Stichprobe bis 2025 lag er leicht unter dem Tiefststand vom August 2000 von 1,1085 %. Im Jahr 2026 lag der Mai geringfügig niedriger bei 1,0962 %. Die vertretbare Beschreibung ist daher in der Nähe der historischen Tiefststände dieser speziellen Serie und nicht die Behauptung, dass jeder neue tägliche Messwert einen Rekord darstellt.
DISTRIBUTION HISTORY · MONTHLY DATA
Wie viel Dividende kauft der Indexpreis?
Dividenden der letzten 12 Monate / monatlicher Durchschnittspreis
Gestrichelte Linie: Durchschnitt März 1957–Dez 2025 — 2,83%.Letzter Punkt: Juni 2026, nicht September. Der angegebene Ertrag für August ist eine separate Beobachtung und wird dieser Reihe nicht beigefügt. Ursprüngliche Berechnungen unter Verwendung von Shiller-Daten. Robert J. Shiller · ie_data.xls ↗Periodendurchschnitte und Beobachtungszahlen
Zeitraum
Months
Mittelwert
Median
1957-03 – 1959-12
34
3,62%
3,61%
1960-01 – 1969-12
120
3,16%
3,09%
1970-01 – 1979-12
120
4,00%
3,89%
1980-01 – 1989-12
120
4,20%
4,22%
1990-01 – 1999-12
120
2,44%
2,69%
2000-01 – 2009-12
120
1,79%
1,75%
2010-01 – 2019-12
120
1,99%
1,97%
2020-01 – 2025-12
72
1,50%
1,45%
3. Eine niedrige Rendite bedeutet nicht, dass die Nominalausschüttungen gering sind
Trennen Sie den Zähler vom Nenner. Unternehmen können steigende Dividenden zahlen, während die Renditen sinken, wenn die Preise schneller steigen. Berechnungen innerhalb derselben Reihe veranschaulichen dies ohne Anbietermischung.
Monat
TTM-Dividenden, USD/Index-Einheit
Monatlicher durchschnittlicher Indexpreis
D/P-Rendite
Dezember 2015
43,39
2.054,08
2,11%
Dezember 2020
58,28
3.695,31
1,58%
Dez. 2025
79,52
6.853,03
1,16%
Juni 2026
81,70
7.450,03
1,10%
Zwischen Dezember 2015 und Dezember 2025 stiegen die nominalen TTM-Dividenden um 6,25 % jährlich, während der Indexpreis um 12,80 % jährlich stieg. Bereinigt um die Veränderung des VPI ergibt sich ein jährliches reales Dividendenwachstum von 2,95 %. Dabei handelt es sich um zusammengesetzte Wachstumsraten zwischen Endpunkten und nicht um Durchschnittswerte einzelner jährlicher Veränderungen. Das Preiswachstum schließt reinvestierte Dividenden aus und stellt daher nicht die Gesamtrendite des Anlegers dar.
Diese Unterscheidung ist wichtig. Das Einkommen pro Indexeinheit ist gestiegen, aber ein neuer Anleger muss für jede Einheit dieses Einkommens deutlich mehr bezahlen. Ein bestehender Inhaber erhält möglicherweise eine wachsende Ausschüttung, während der heutige Käufer mit einer geringeren aktuellen Rendite beginnt. Die Anschaffungskostenrendite, berechnet gegenüber einem alten Kaufpreis, beantwortet eine andere Frage als die Ertragsrendite des aktuellen Marktwerts des Kapitals.
Bei einer hypothetischen Investition von 10.000 USD entspricht eine Rendite von 1,10 % 110 USD des jährlichen Bruttoeinkommens, wenn die Ausschüttungsquote bestehen bleibt. Eine Rendite von 2,83 % würde 283 US-Dollar entsprechen. Dies verdeutlicht die Höhe der Erträge, anstatt die Ausschüttung eines bestimmten Fonds vorherzusagen. Gebühren, Steuern, ETF-Struktur und Wechselkurse können den tatsächlich erhaltenen Betrag verändern.
4. Rückkäufe verändern den historischen Vergleich
Dividenden erfassen nicht jede Übertragung an die Aktionäre. Ein historisches Beispiel: In der vorläufigen Veröffentlichung von S&P DJI vom 19. März 2025 wurden 942,5 Milliarden USD an Rückkäufen und 629,6 Milliarden USD an Dividenden für 2024 gemeldet. Rückkäufe machten daher etwa 60 % des Gesamtbetrags aus. Dies verdeutlicht den Verteilungsmix im Jahr 2024; es handelt sich nicht um eine aktuelle Beobachtung für 2026. S&P DJI.
Ein Unternehmen, das Aktien zurückkauft, anstatt eine Dividende auszuschütten, kann die Anzahl seiner Aktien verringern und den Anspruch der verbleibenden Eigentümer auf künftige Erträge erhöhen. Allerdings sind die Bruttorückkaufausgaben nicht identisch mit dem Nutzen pro verbleibender Aktie: Ausgabe, Aktienvergütung und Rückkaufpreise sind von Bedeutung. Der Kauf teurer Aktien kann zu einer schlechten Kapitalallokation führen. Auch sollte zur Prognose des EPS-Wachstums keine Rückkaufrendite hinzugerechnet werden, wenn diese Prognose bereits eine sinkende Aktienzahl beinhaltet. Das würde den gleichen Beitrag doppelt zählen.
Im konsistenten Shiller-Datensatz implizieren die TTM-Dividende von 81,7032 USD im Juni und der TTM-Gewinn von 295,3881 USD eine Dividendenausschüttungsquote von 27,7 %, verglichen mit 33,0 % im Dezember 2025. Dies misst die Dividenden im Verhältnis zu den Erträgen in dieser Reihe, nicht alle Ausschüttungen an die Aktionäre im Verhältnis zum freien Cashflow. Die Multiplikation der für August angegebenen Rendite mit dem erwarteten KGV für September würde keine genaue aktuelle Ausschüttungsquote ergeben: Die Zeiträume und Gewinndefinitionen wären inkonsistent.
Auch die Indexzusammensetzung ist wichtig. Laut S&P DJI machten die zehn größten Positionen am 31. August 2026 37,8 % der Indexgewichtung aus. In einem kapitalisierungsgewichteten Index können einige wenige sehr große Unternehmen mit niedrigen Ausschüttungsquoten die Gesamtrendite erheblich reduzieren. Ein historischer Durchschnitt passt sich dieser Änderung nicht automatisch an. Dies rechtfertigt jedoch noch keinen Preisaufschlag: Einbehaltene Gewinne müssen produktiv investiert werden.
5. Die Geschichte des Forward-KGV beginnt nicht im Jahr 1871
Eine ebenso lange, vergleichbare Geschichte der Analystenerwartungen gibt es hier nicht. Daher ersetze ich das historische Forward-KGV nicht durch CAPE oder später realisierte Gewinne. Die unten ausgewählten Beobachtungen stammen aus dem Diagramm von J.P. Morgan Asset Management in der Fassung vom 30. März 2026. Es handelt sich um Marktwendepunkte, nicht um eine Zufallsstichprobe oder eine vollständige Verteilung von Bewertungsmultiplikatoren. Guide to the Markets, S. 4–5.
Das Forward-KGV betrug 25,2 im März 2000, 15,1 im Oktober 2007 und 10,4 im März 2009. Vor dem pandemischen Ausverkauf lag er am 19. Februar 2020 bei 19,2 und fiel am 23. März auf 13,3. Der Wert für Anfang 2022 lag bei 21,4, verglichen mit 15,7 am 12. Oktober. Der heutige Wert von 19,2 ähnelt daher weder einer Dotcom-Euphorie noch einer Krisenliquidationsbewertung.
Besonders aufschlussreich ist der Vergleich von 2007. Ein moderater, auf Erwartungen basierender Multiplikator schützt nicht vor einer Rezession, wenn die Gewinne anschließend enttäuschen. Umgekehrt kann ein sehr hohes KGV während einer Krise einen vorübergehenden Einbruch der ausgewiesenen Gewinne widerspiegeln. Das Vielfache allein kann nicht feststellen, ob sein Nenner nachhaltig ist.
FORWARD P/E · SELECTED OBSERVATIONS
Von Überschwang bis hin zu Krisenbewertungen
Höchststand der Dotcom-Blase24.03.2000
25,2×
Tiefstand 200209.10.2002
14,1×
Höchststand vor der Krise09.10.2007
15,1×
Tiefstand der Finanzkrise09.03.2009
10,4×
Vor der Pandemie19.02.2020
19,2×
Tiefstand während der Pandemie23.03.2020
13,3×
Anfang 202203.01.2022
21,4×
Tiefstand 202212.10.2022
15,7×
Aktueller FactSet-Bericht25.09.2026
19,2×
Gängige Balkenskala: 0–30×. Punkte werden aufgrund ihres Platzes im Preisverlauf ausgewählt, nicht als KGV-Minima oder -Maxima. Sie bilden keine kontinuierliche Reihe und legen keine Perzentile fest. Geschichte: J.P. Morgan, 30 Mar 2026 Version; letzter Balken: FactSet, 25 Sep 2026 Bericht. J.P. Morgan Asset Management · Guide to the Markets ↗ · FactSet · Earnings Insight ↗
6. Sieht 19,2 teuer oder billig aus?
Referenz
Vorwärts-KGV
Strom 19,2 relativ zur Referenz
Fünfjahresdurchschnitt von FactSet, Bericht vom 25. September 2026
19,8
3,0 % darunter
FactSet-Zehnjahresdurchschnitt, gleicher Bericht
19,0
1,1 % darüber
J.P. Morgan 30-Jahres-Durchschnitt, Stand: 30. März 2026
17,2
11,6 % darüber
Ende des zweiten Quartals 2026, FactSet
20,4
5,9 % darunter
Berechnungen: aktuelles Vielfaches / Referenzvielfaches − 1. Die ersten beiden Vergleiche verwenden einen aktuellen FactSet-Bericht; die dreißigjährige Referenz ist älter und stammt von J.P. Morgan. Es handelt sich nicht um eine Neuberechnung vom September. Unterschiede bei Fenstern, Konsensanbietern und Methodik schränken die Vergleichbarkeit ein.
Die Bewertung ist im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit moderat, im Vergleich zu einem längeren Zeitraum jedoch anspruchsvoller. Der Fünfjahresabschlag beträgt nur 3 %. Eine kleine Änderung der Gewinnschätzungen könnte dies verhindern. Umgekehrt bedeutet ein Aufschlag von 11,6 % gegenüber dem Mittel der älteren 30 Jahre nicht, dass ein Rückgang um 11,6 % folgen muss. Selbst eine mechanische Rückkehr auf 17,2 bei unveränderten Erträgen würde einen Preisrückgang von 10,4 % bedeuten, da der Nenner in dieser Berechnung ein anderer ist.
Ein historischer Mittelwert ist eine nützliche Referenz und kein Fair-Value-Modell. Eine bessere Unternehmensrentabilität, stabilere Erträge und stärkere Reinvestitionsmöglichkeiten können einen höheren Multiplikator unterstützen. Höhere Renditeanforderungen, zyklische Margen und unzuverlässige Prognosen wirken in die entgegengesetzte Richtung. Ohne die Bewertung dieser Faktoren ist die Aussage „überdurchschnittlich“ nicht ausschlaggebend für die Investitionsattraktivität.
7. Warum ist das Multiple gesunken, während der Index gestiegen ist?
Vom 30. Juni bis zu der im FactSet-Bericht beschriebenen Beobachtung stieg der Indexpreis um 2,7 %, während der erwartete Gewinn je Aktie für die nächsten 12 Monate um 8,9 % stieg. Der Multiple fiel von 20,4 auf 19,2. Das Verhältnis zwischen Preis und erwartetem Gewinn verbesserte sich, ohne dass es zu einem Rückgang des Indexpreises kam. FactSet, S. 15.
Die Identität ist einfach: KGV-Änderung = (1 + Preisänderung) / (1 + erwartete EPS-Änderung) − 1. Die veröffentlichten Wachstumsraten implizieren etwa −5,7 %; Der direkte Vergleich der gerundeten Vielfachen ergibt −5,9 %. Dieser Unterschied spiegelt eher die veröffentlichte Präzision als eine andere Renditequelle wider. Das Wachstum des prognostizierten Gewinns je Aktie umfasst sowohl Schätzungsrevisionen als auch den Zeitablauf, wenn das zwölfmonatige Prognosefenster nach vorne verschoben wird.
In dieser Situation bedarf „der Markt billiger“ einer Einschränkung: billiger im Vergleich zu den Prognosen. Sollten diese Prognosen eintreffen, kann die Verbesserung wirtschaftlich sinnvoll sein. Wenn sie sich als zu optimistisch erweisen, kann die scheinbare Bewertungsverbesserung verschwinden. Zu den relevanten Prüfungen zählen neben Revisionen auch Umsätze, Margen, Cash-Generierung und Finanzierungskosten.
8. Niedrige Dividenden und ein nahezu durchschnittliches KGV: Zusammengenommen
Die Umkehrung von 19,2 ergibt eine Gewinnrendite von 5,21 %. Hierbei handelt es sich um erwartete Erträge im Verhältnis zum Preis, nicht um Bargeld, das den Anlegern geschuldet wird. Es wäre falsch, die Dividendenrendite von 1,10 % als separate Renditequelle hinzuzufügen, da Dividenden einen Teil der Ressourcen des Unternehmens ausschütten. Ebenso führt die einfache Subtraktion einer Anleiherendite von der Gewinnrendite nicht zu einer vollständigen modellbasierten Aktienrisikoprämie.
Eine niedrige Dividendenrendite kann auf einen hohen Preis, eine niedrige Dividendenausschüttungsquote oder beides zurückzuführen sein. Das Forward-KGV hilft bei der Beurteilung des Preiskanals, verlässt sich jedoch auf Prognosen. Die aktuelle Kombination legt nahe, dass der Anlageerfolg stark davon abhängt, wie einbehaltene Gewinne verwendet werden und wie der Markt zukünftige Erträge bewertet. Ein kleiner Teil der Einnahmen wird durch laufende Ausschüttungen erzielt.
In einem einfachen Konstantwachstumsmodell ist P = D₁ / (r − g), also D₁/P = r − g. Eine niedrige Dividendenrendite kann mit einer geringen Lücke zwischen der erforderlichen Rendite und dem langfristigen Wachstum vereinbar sein. Dies ist jedoch an eine Bedingung geknüpft: r muss größer als g sein und sowohl das Wachstum als auch die Auszahlungspolitik müssen nachhaltig sein. Die Einfügung der beobachteten 1,10 % lässt keine verlässliche Indexprognose erkennen.
SENSITIVITÄTSANALYSE · KEINE WAHRSCHEINLICHKEITEN ZUGEWIESEN
Zwei Preistreiber: EPS und das Multiple
Bedingte Szenarien, keine Prognose. EPS-Änderungen gegenüber der Ausgangsprognose, nicht gegenüber dem Vorjahr. Vorwärts-KGV: 19,2; Preis = 100. Ohne Dividenden, Steuern, Gebühren und Währungseffekte.
Terminal P/E
EPS -10%
EPS 0%
EPS +10%
15,0×
-29,7%
-21,9%
-14,1%
17,2×
-19,4%
-10,4%
-1,5%
19,2×
-10,0%
0,0%
+10,0%
19,8×
-7,2%
+3,1%
+13,4%
22,0×
+3,1%
+14,6%
+26,0%
Berechnung des Weltmarktatlas: (1 + ΔEPS) × Terminal-KGV / 19,2 − 1. Eine Rückkehr zu einem historischen Durchschnitt ist eine Sensitivitätsannahme und keine Vorhersage.
9. Die Kosten einer Gewinnenttäuschung: Sensitivitätsanalyse
Die Matrix ist bedingt arithmetisch verankert, um ein KGV von 19,2 zu erreichen. Die Ertragsdimension stellt eine Veränderung relativ zum prognostizierten EPS in der Ausgangsbewertung dar, nicht das Gewinnwachstum im Jahresvergleich. Dies sind weder Prognosen noch wahrscheinlichkeitsgewichtete Szenarien. Die Preisänderung entspricht (1 + EPS-Änderung) × endgültiges KGV / 19,2 − 1. Dividenden, Steuern, Gebühren und Währungseffekte sind ausgeschlossen.
Das zentrale Beispiel: Bei einem EPS von 10 % unter der Ausgangsprognose und einem Vielfachen von 17,2 wäre der Preis 19,4 % niedriger. Selbst bei einem um 10 % höheren EPS führt ein Rückgang des Multiplikators auf 17,2 zu einem Kursergebnis von etwa −1,5 %. Gewinnwachstum garantiert daher keine positiven Renditen, wenn Anleger gleichzeitig weniger für jede Gewinneinheit zahlen.
Es gibt eine andere Möglichkeit, das Risiko auszudrücken. Bei unverändertem Preis erhöht eine Reduzierung des erwarteten EPS um 10 % das KGV von 19,2 auf 21,3. Der Nenner kann die Bewertungsbeurteilung ändern, bevor sich der Marktpreis bewegt. Eine Dividendenrendite von etwa 1,1 % ist im Vergleich zu den zweistelligen Preisveränderungen in diesen Beispielen gering und kann keinen Kapitalschutz garantieren.
10. Wenn eine hohe Dividendenrendite auch irreführend ist
Der gegenteilige Fehler besteht darin, eine steigende Rendite automatisch als positiv zu betrachten. In Shillers Serie stieg die Rendite von 1,87 % im Dezember 2007 auf 3,24 % im Dezember 2008. Die TTM-Dividenden sanken dann von 28,39 USD im Dezember 2008 auf 22,41 USD im Dezember 2009, was einem Rückgang von 21,1 % entspricht. Eine hohe historische Ausschüttung im Verhältnis zu einem gesunkenen Preis war keine Garantie dafür, dass die Ausschüttung anhalten würde. Shiller-Daten; Originalberechnungen.
Die Frage sollte sich daher über die Gesamtrendite hinaus auch auf die Frage erstrecken, wie viel Ertrag und Bargeld nachhaltig ausgeschüttet werden können. Bei einem Schock können die Aktienkurse schneller reagieren, als die Vorstände ihre Dividenden ändern. Zur Beurteilung des Einkommens sind die Cash-Generierung, die Verschuldung und der zukünftige Investitionsbedarf erforderlich. Bei einem breiten Index fügen sich ändernde Bestandteile und Sektorgewichte eine weitere Ebene hinzu.
11. Was würde die Beurteilung ändern?
Stärkeres Vertrauen in die Bewertung: erwartete Gewinne werden realisiert, die operative Cash-Generierung verbessert sich und Investitionen unterstützen die zukünftige Rentabilität. Eine Steigerung des Konsenses allein reicht nicht aus.
Ein Grund, das Risiko neu zu bewerten: Der erwartete Rückgang des Gewinns je Aktie, während sich die Preise halten, die Margen sich verschlechtern oder Rückkäufe die Bilanzflexibilität schwächen. Die Sensitivitätsanalyse veranschaulicht, warum die Größe wichtig ist.
Bessere Einkommensqualität: höhere Ausschüttungen, unterstützt durch den Cashflow. Eine durch einbrechende Aktienkurse bedingte Renditesteigerung ist nicht gleichbedeutend mit gesünderen zugrunde liegenden Unternehmen.
Diese beiden Kennzahlen allein begründen weder ein offensichtliches Schnäppchen noch einen unvermeidlichen Absturz. Die Dividenden sind in der Vergangenheit sehr niedrig, während das erwartete KGV nahe am Durchschnitt des letzten Jahrzehnts und über einem älteren, längerfristigen Referenzwert liegt. Die Beurteilung des S&P 500 erfordert daher eine genaue Prüfung der Qualität der erworbenen Erträge. Anleger sollten nicht von den Dividendenerträgen früherer Jahrzehnte ausgehen oder erwarten, dass der aktuelle Gewinnkonsens ohne Abweichungen geliefert wird.
12. Methodik und Quellen
Robert J. Shiller: ie_data.xls abgerufen am 28. September 2026; Das moderne D/P-Diagramm deckt den Zeitraum März 1957 bis Juni 2026 ab. Historische Vergleichsbeispiele enden im Dezember 2025. Die Preise sind Monatsdurchschnitte; Die Dividenden- und Gewinnsummen für vier Quartale werden monatlich interpoliert. Statistiken verwenden den aktuell verfügbaren Datenjahrgang und sind kein Backtest, der auf Informationen beschränkt ist, die zu jedem historischen Datum verfügbar sind. Der CPI wird nur für das reale Dividendenwachstum zwischen Dezember 2015 und Dezember 2025 verwendet.
S&P Dow Jones Indices: Factsheet vom 31. August 2026 für angegebene Rendite und Konzentration. FactSet Earnings Insight: Ausgabe vom 25. September 2026 für Forward-KGV und Durchschnittswerte, Trailing-KGV und Veränderungen seit Q2. J.P. Morgan Asset Management: abgerufene Version vom 30. März 2026 für ausgewählte historische Prognose-KGV-Beobachtungen und den dreißigjährigen Mittelwert. Herausgeber aktualisieren das Factsheet und die Guide to the Markets-URLs; Die Zahlen dieses Artikels bleiben an die angegebenen Jahrgänge gebunden. S&P DJI, Veröffentlichung vom 19. März 2025: vorläufige Dividenden und Rückkäufe für 2024, als historisches Beispiel.
Das Dividendendiagramm nutzt verfügbare monatliche Beobachtungen, ohne Lücken mit Nullen zu füllen. Das Forward-KGV-Diagramm zeigt dokumentierte Momentaufnahmen an, ohne dazwischen tägliche Daten zu erfinden. Ohne eine vollständige Vergleichsreihe wird kein zukünftiges KGV-Perzentil oder die Wahrscheinlichkeit eines Rückgangs geschätzt. Wachstumsberechnungen, relative Unterschiede und Sensitivitätsszenarien sind Analysen des Weltmarktatlas und keine Prognosen der Quellinstitutionen.
Posts spiegeln die persönlichen Ansichten des Autors ab Veröffentlichung. Sie sind keine Anlageempfehlungen.
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Meine Sicht auf Märkte, die Wirtschaft und Ereignisse, die für Investoren wichtig sind.
S&P 500: Dividenden nahe historischen Tiefständen und Forward-KGV im Vergleich der Jahrzehnte
Analyse: 28. September 2026. Angezeigte Dividendenrendite: 31. August 2026. Vollständige Shiller-Dividenden: bis Juni 2026. Forward-KGV: FactSet-Bericht vom 25. September 2026. Historische Beobachtungen von J.P. Morgan: Version vom 30. März 2026. Szenarien sind bedingte Berechnungen, keine Prognosen.
Der S&P 500 bietet derzeit nur sehr geringe Dividendenerträge, aber sein zukünftiges KGV ist im Vergleich zum letzten Jahrzehnt nicht mehr außergewöhnlich hoch. Beide Aussagen können wahr sein. Die offizielle angezeigte Dividendenrendite lag am 31. August 2026 bei 1,10 %, während der FactSet-Bericht vom 25. September 2026 ein KGV von 19,2** prognostiziert. Ein Verhältnis misst die Verteilung im Verhältnis zum Preis; der andere misst den Preis des erwarteten Gewinns. Sie beantworten unterschiedliche Fragen.
Meiner Einschätzung nach bleibt der Index in erster Linie eine Investition in die künftige Gewinnentwicklung, mit einem kleinen Beitrag der laufenden Barausschüttungen. Eine niedrige Dividendenrendite begrenzt diese Renditekomponente. Allerdings unterstützt der aktuelle Faktor nicht die Gleichsetzung des Marktes mit dem Höhepunkt der Dotcom-Blase. Das zentrale Risiko ist die Dauerhaftigkeit der Erträge im Nenner des Forward-KGV. Diese Analyse trennt Beobachtungen, Originalberechnungen und bedingte Szenarien.
1. Was vergleichen wir?
Trailing Dividend Return (TTM) dividiert die Dividenden der letzten 12 Monate nach Preis. Angegebene Dividendenrendite basiert auf der aktuellen Jahresrate der regulären Ausschüttungen; es ist keine Garantie für zukünftige Einnahmen. Forward KGV dividiert den Preis durch den Konsensgewinn für die nächsten 12 Monate. Es unterscheidet sich vom KGV der ausgewiesenen Gewinne und vom CAPE, das einen langen Durchschnitt der inflationsbereinigten Gewinne verwendet.
Quellen: S&P DJI Factsheet, S. 3, Robert Shiller, Datenarbeitsblatt und FactSet, S. 1 und 15. Alle Quellen wurden am 28. September 2026 überprüft. Die Abrufdaten ersetzen nicht die Beobachtungsdaten. Der FactSet-Bericht verwendet den Indexschlusskurs vom 24. September; Zum Datum dieses Artikels handelt es sich nicht um einen Intraday-Wert.
Das Shiller-Arbeitsbuch enthält Preise bis September, vollständige Dividenden jedoch erst bis Juni. Ich fülle fehlende Juli-September-Verteilungen nicht aus. Bei den beiden Renditen nahe 1,10 % handelt es sich um separate Beobachtungen mit unterschiedlichen Definitionen und Daten und nicht um eine tägliche Reihe. 81,70 USD werden pro Indexeinheit ausgedrückt, nicht pro Anteil eines beliebigen ETFs.
2. Dividendenhistorie: von etwa 4 % auf etwa 1 %
Um die Auswahl einzelner Jahre zu vermeiden, habe ich in mehreren expliziten Stichproben Statistiken über jeden vollständigen Monat berechnet. Jeder Monat hat das gleiche Gewicht. Der Mittelwert ist der Durchschnitt der monatlichen D/P-Verhältnisse, nicht die durchschnittlichen Dividenden dividiert durch die Durchschnittspreise. Die Eingaben stammen aus Shillers Arbeitsmappe.
Das P10–P90-Intervall beschreibt die mittleren 80 % der Beobachtungen und ist kein Konfidenzintervall oder eine Prognose. Daten vor der Einführung des S&P 500 im März 1957 stellen Vorgängerindizes und eine Rekonstruktion des US-Marktes dar. Sie sollten nicht als Aufzeichnung eines Live-Index mit 500 Unternehmen bezeichnet werden, der seit 1871 besteht.
Die Interpretation hängt vom Horizont ab. Ein Vergleich nur mit dem Mittelwert von 4,22 % deutet auf eine viel größere Anomalie hin als die Verwendung des Mittelwerts von 1,69 % aus dem letzten vollständigen Jahrzehnt. Beide Referenzen sind gültig, repräsentieren jedoch unterschiedliche Marktstrukturen und Vertriebspolitiken. Die jahrzehntelangen Durchschnittswerte lagen in den 1970er Jahren bei 4,00 %, in den 1980er Jahren bei 4,20 %, in den 1990er Jahren bei 2,44 % und im Zeitraum 2020–2025 bei 1,50 %. Die letzte Periode umfasst sechs Jahre und nicht ein ganzes Jahrzehnt.
Die Nachlaufrendite vom Juni lag mit 1,0967 % etwa 61,3 % unter dem Durchschnitt von März 1957 bis Dezember 2025 und 35,0 % unter dem Durchschnitt von 2016 bis 2025. Auch in der Stichprobe bis 2025 lag er leicht unter dem Tiefststand vom August 2000 von 1,1085 %. Im Jahr 2026 lag der Mai geringfügig niedriger bei 1,0962 %. Die vertretbare Beschreibung ist daher in der Nähe der historischen Tiefststände dieser speziellen Serie und nicht die Behauptung, dass jeder neue tägliche Messwert einen Rekord darstellt.
Wie viel Dividende kauft der Indexpreis?
Periodendurchschnitte und Beobachtungszahlen
3. Eine niedrige Rendite bedeutet nicht, dass die Nominalausschüttungen gering sind
Trennen Sie den Zähler vom Nenner. Unternehmen können steigende Dividenden zahlen, während die Renditen sinken, wenn die Preise schneller steigen. Berechnungen innerhalb derselben Reihe veranschaulichen dies ohne Anbietermischung.
Zwischen Dezember 2015 und Dezember 2025 stiegen die nominalen TTM-Dividenden um 6,25 % jährlich, während der Indexpreis um 12,80 % jährlich stieg. Bereinigt um die Veränderung des VPI ergibt sich ein jährliches reales Dividendenwachstum von 2,95 %. Dabei handelt es sich um zusammengesetzte Wachstumsraten zwischen Endpunkten und nicht um Durchschnittswerte einzelner jährlicher Veränderungen. Das Preiswachstum schließt reinvestierte Dividenden aus und stellt daher nicht die Gesamtrendite des Anlegers dar.
Diese Unterscheidung ist wichtig. Das Einkommen pro Indexeinheit ist gestiegen, aber ein neuer Anleger muss für jede Einheit dieses Einkommens deutlich mehr bezahlen. Ein bestehender Inhaber erhält möglicherweise eine wachsende Ausschüttung, während der heutige Käufer mit einer geringeren aktuellen Rendite beginnt. Die Anschaffungskostenrendite, berechnet gegenüber einem alten Kaufpreis, beantwortet eine andere Frage als die Ertragsrendite des aktuellen Marktwerts des Kapitals.
Bei einer hypothetischen Investition von 10.000 USD entspricht eine Rendite von 1,10 % 110 USD des jährlichen Bruttoeinkommens, wenn die Ausschüttungsquote bestehen bleibt. Eine Rendite von 2,83 % würde 283 US-Dollar entsprechen. Dies verdeutlicht die Höhe der Erträge, anstatt die Ausschüttung eines bestimmten Fonds vorherzusagen. Gebühren, Steuern, ETF-Struktur und Wechselkurse können den tatsächlich erhaltenen Betrag verändern.
4. Rückkäufe verändern den historischen Vergleich
Dividenden erfassen nicht jede Übertragung an die Aktionäre. Ein historisches Beispiel: In der vorläufigen Veröffentlichung von S&P DJI vom 19. März 2025 wurden 942,5 Milliarden USD an Rückkäufen und 629,6 Milliarden USD an Dividenden für 2024 gemeldet. Rückkäufe machten daher etwa 60 % des Gesamtbetrags aus. Dies verdeutlicht den Verteilungsmix im Jahr 2024; es handelt sich nicht um eine aktuelle Beobachtung für 2026. S&P DJI.
Ein Unternehmen, das Aktien zurückkauft, anstatt eine Dividende auszuschütten, kann die Anzahl seiner Aktien verringern und den Anspruch der verbleibenden Eigentümer auf künftige Erträge erhöhen. Allerdings sind die Bruttorückkaufausgaben nicht identisch mit dem Nutzen pro verbleibender Aktie: Ausgabe, Aktienvergütung und Rückkaufpreise sind von Bedeutung. Der Kauf teurer Aktien kann zu einer schlechten Kapitalallokation führen. Auch sollte zur Prognose des EPS-Wachstums keine Rückkaufrendite hinzugerechnet werden, wenn diese Prognose bereits eine sinkende Aktienzahl beinhaltet. Das würde den gleichen Beitrag doppelt zählen.
Im konsistenten Shiller-Datensatz implizieren die TTM-Dividende von 81,7032 USD im Juni und der TTM-Gewinn von 295,3881 USD eine Dividendenausschüttungsquote von 27,7 %, verglichen mit 33,0 % im Dezember 2025. Dies misst die Dividenden im Verhältnis zu den Erträgen in dieser Reihe, nicht alle Ausschüttungen an die Aktionäre im Verhältnis zum freien Cashflow. Die Multiplikation der für August angegebenen Rendite mit dem erwarteten KGV für September würde keine genaue aktuelle Ausschüttungsquote ergeben: Die Zeiträume und Gewinndefinitionen wären inkonsistent.
Auch die Indexzusammensetzung ist wichtig. Laut S&P DJI machten die zehn größten Positionen am 31. August 2026 37,8 % der Indexgewichtung aus. In einem kapitalisierungsgewichteten Index können einige wenige sehr große Unternehmen mit niedrigen Ausschüttungsquoten die Gesamtrendite erheblich reduzieren. Ein historischer Durchschnitt passt sich dieser Änderung nicht automatisch an. Dies rechtfertigt jedoch noch keinen Preisaufschlag: Einbehaltene Gewinne müssen produktiv investiert werden.
5. Die Geschichte des Forward-KGV beginnt nicht im Jahr 1871
Eine ebenso lange, vergleichbare Geschichte der Analystenerwartungen gibt es hier nicht. Daher ersetze ich das historische Forward-KGV nicht durch CAPE oder später realisierte Gewinne. Die unten ausgewählten Beobachtungen stammen aus dem Diagramm von J.P. Morgan Asset Management in der Fassung vom 30. März 2026. Es handelt sich um Marktwendepunkte, nicht um eine Zufallsstichprobe oder eine vollständige Verteilung von Bewertungsmultiplikatoren. Guide to the Markets, S. 4–5.
Das Forward-KGV betrug 25,2 im März 2000, 15,1 im Oktober 2007 und 10,4 im März 2009. Vor dem pandemischen Ausverkauf lag er am 19. Februar 2020 bei 19,2 und fiel am 23. März auf 13,3. Der Wert für Anfang 2022 lag bei 21,4, verglichen mit 15,7 am 12. Oktober. Der heutige Wert von 19,2 ähnelt daher weder einer Dotcom-Euphorie noch einer Krisenliquidationsbewertung.
Besonders aufschlussreich ist der Vergleich von 2007. Ein moderater, auf Erwartungen basierender Multiplikator schützt nicht vor einer Rezession, wenn die Gewinne anschließend enttäuschen. Umgekehrt kann ein sehr hohes KGV während einer Krise einen vorübergehenden Einbruch der ausgewiesenen Gewinne widerspiegeln. Das Vielfache allein kann nicht feststellen, ob sein Nenner nachhaltig ist.
Von Überschwang bis hin zu Krisenbewertungen
6. Sieht 19,2 teuer oder billig aus?
Berechnungen: aktuelles Vielfaches / Referenzvielfaches − 1. Die ersten beiden Vergleiche verwenden einen aktuellen FactSet-Bericht; die dreißigjährige Referenz ist älter und stammt von J.P. Morgan. Es handelt sich nicht um eine Neuberechnung vom September. Unterschiede bei Fenstern, Konsensanbietern und Methodik schränken die Vergleichbarkeit ein.
Die Bewertung ist im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit moderat, im Vergleich zu einem längeren Zeitraum jedoch anspruchsvoller. Der Fünfjahresabschlag beträgt nur 3 %. Eine kleine Änderung der Gewinnschätzungen könnte dies verhindern. Umgekehrt bedeutet ein Aufschlag von 11,6 % gegenüber dem Mittel der älteren 30 Jahre nicht, dass ein Rückgang um 11,6 % folgen muss. Selbst eine mechanische Rückkehr auf 17,2 bei unveränderten Erträgen würde einen Preisrückgang von 10,4 % bedeuten, da der Nenner in dieser Berechnung ein anderer ist.
Ein historischer Mittelwert ist eine nützliche Referenz und kein Fair-Value-Modell. Eine bessere Unternehmensrentabilität, stabilere Erträge und stärkere Reinvestitionsmöglichkeiten können einen höheren Multiplikator unterstützen. Höhere Renditeanforderungen, zyklische Margen und unzuverlässige Prognosen wirken in die entgegengesetzte Richtung. Ohne die Bewertung dieser Faktoren ist die Aussage „überdurchschnittlich“ nicht ausschlaggebend für die Investitionsattraktivität.
7. Warum ist das Multiple gesunken, während der Index gestiegen ist?
Vom 30. Juni bis zu der im FactSet-Bericht beschriebenen Beobachtung stieg der Indexpreis um 2,7 %, während der erwartete Gewinn je Aktie für die nächsten 12 Monate um 8,9 % stieg. Der Multiple fiel von 20,4 auf 19,2. Das Verhältnis zwischen Preis und erwartetem Gewinn verbesserte sich, ohne dass es zu einem Rückgang des Indexpreises kam. FactSet, S. 15.
Die Identität ist einfach: KGV-Änderung = (1 + Preisänderung) / (1 + erwartete EPS-Änderung) − 1. Die veröffentlichten Wachstumsraten implizieren etwa −5,7 %; Der direkte Vergleich der gerundeten Vielfachen ergibt −5,9 %. Dieser Unterschied spiegelt eher die veröffentlichte Präzision als eine andere Renditequelle wider. Das Wachstum des prognostizierten Gewinns je Aktie umfasst sowohl Schätzungsrevisionen als auch den Zeitablauf, wenn das zwölfmonatige Prognosefenster nach vorne verschoben wird.
In dieser Situation bedarf „der Markt billiger“ einer Einschränkung: billiger im Vergleich zu den Prognosen. Sollten diese Prognosen eintreffen, kann die Verbesserung wirtschaftlich sinnvoll sein. Wenn sie sich als zu optimistisch erweisen, kann die scheinbare Bewertungsverbesserung verschwinden. Zu den relevanten Prüfungen zählen neben Revisionen auch Umsätze, Margen, Cash-Generierung und Finanzierungskosten.
8. Niedrige Dividenden und ein nahezu durchschnittliches KGV: Zusammengenommen
Die Umkehrung von 19,2 ergibt eine Gewinnrendite von 5,21 %. Hierbei handelt es sich um erwartete Erträge im Verhältnis zum Preis, nicht um Bargeld, das den Anlegern geschuldet wird. Es wäre falsch, die Dividendenrendite von 1,10 % als separate Renditequelle hinzuzufügen, da Dividenden einen Teil der Ressourcen des Unternehmens ausschütten. Ebenso führt die einfache Subtraktion einer Anleiherendite von der Gewinnrendite nicht zu einer vollständigen modellbasierten Aktienrisikoprämie.
Eine niedrige Dividendenrendite kann auf einen hohen Preis, eine niedrige Dividendenausschüttungsquote oder beides zurückzuführen sein. Das Forward-KGV hilft bei der Beurteilung des Preiskanals, verlässt sich jedoch auf Prognosen. Die aktuelle Kombination legt nahe, dass der Anlageerfolg stark davon abhängt, wie einbehaltene Gewinne verwendet werden und wie der Markt zukünftige Erträge bewertet. Ein kleiner Teil der Einnahmen wird durch laufende Ausschüttungen erzielt.
In einem einfachen Konstantwachstumsmodell ist P = D₁ / (r − g), also D₁/P = r − g. Eine niedrige Dividendenrendite kann mit einer geringen Lücke zwischen der erforderlichen Rendite und dem langfristigen Wachstum vereinbar sein. Dies ist jedoch an eine Bedingung geknüpft: r muss größer als g sein und sowohl das Wachstum als auch die Auszahlungspolitik müssen nachhaltig sein. Die Einfügung der beobachteten 1,10 % lässt keine verlässliche Indexprognose erkennen.
Zwei Preistreiber: EPS und das Multiple
Bedingte Szenarien, keine Prognose. EPS-Änderungen gegenüber der Ausgangsprognose, nicht gegenüber dem Vorjahr. Vorwärts-KGV: 19,2; Preis = 100. Ohne Dividenden, Steuern, Gebühren und Währungseffekte.
Berechnung des Weltmarktatlas: (1 + ΔEPS) × Terminal-KGV / 19,2 − 1. Eine Rückkehr zu einem historischen Durchschnitt ist eine Sensitivitätsannahme und keine Vorhersage.
9. Die Kosten einer Gewinnenttäuschung: Sensitivitätsanalyse
Die Matrix ist bedingt arithmetisch verankert, um ein KGV von 19,2 zu erreichen. Die Ertragsdimension stellt eine Veränderung relativ zum prognostizierten EPS in der Ausgangsbewertung dar, nicht das Gewinnwachstum im Jahresvergleich. Dies sind weder Prognosen noch wahrscheinlichkeitsgewichtete Szenarien. Die Preisänderung entspricht (1 + EPS-Änderung) × endgültiges KGV / 19,2 − 1. Dividenden, Steuern, Gebühren und Währungseffekte sind ausgeschlossen.
Das zentrale Beispiel: Bei einem EPS von 10 % unter der Ausgangsprognose und einem Vielfachen von 17,2 wäre der Preis 19,4 % niedriger. Selbst bei einem um 10 % höheren EPS führt ein Rückgang des Multiplikators auf 17,2 zu einem Kursergebnis von etwa −1,5 %. Gewinnwachstum garantiert daher keine positiven Renditen, wenn Anleger gleichzeitig weniger für jede Gewinneinheit zahlen.
Es gibt eine andere Möglichkeit, das Risiko auszudrücken. Bei unverändertem Preis erhöht eine Reduzierung des erwarteten EPS um 10 % das KGV von 19,2 auf 21,3. Der Nenner kann die Bewertungsbeurteilung ändern, bevor sich der Marktpreis bewegt. Eine Dividendenrendite von etwa 1,1 % ist im Vergleich zu den zweistelligen Preisveränderungen in diesen Beispielen gering und kann keinen Kapitalschutz garantieren.
10. Wenn eine hohe Dividendenrendite auch irreführend ist
Der gegenteilige Fehler besteht darin, eine steigende Rendite automatisch als positiv zu betrachten. In Shillers Serie stieg die Rendite von 1,87 % im Dezember 2007 auf 3,24 % im Dezember 2008. Die TTM-Dividenden sanken dann von 28,39 USD im Dezember 2008 auf 22,41 USD im Dezember 2009, was einem Rückgang von 21,1 % entspricht. Eine hohe historische Ausschüttung im Verhältnis zu einem gesunkenen Preis war keine Garantie dafür, dass die Ausschüttung anhalten würde. Shiller-Daten; Originalberechnungen.
Die Frage sollte sich daher über die Gesamtrendite hinaus auch auf die Frage erstrecken, wie viel Ertrag und Bargeld nachhaltig ausgeschüttet werden können. Bei einem Schock können die Aktienkurse schneller reagieren, als die Vorstände ihre Dividenden ändern. Zur Beurteilung des Einkommens sind die Cash-Generierung, die Verschuldung und der zukünftige Investitionsbedarf erforderlich. Bei einem breiten Index fügen sich ändernde Bestandteile und Sektorgewichte eine weitere Ebene hinzu.
11. Was würde die Beurteilung ändern?
Diese beiden Kennzahlen allein begründen weder ein offensichtliches Schnäppchen noch einen unvermeidlichen Absturz. Die Dividenden sind in der Vergangenheit sehr niedrig, während das erwartete KGV nahe am Durchschnitt des letzten Jahrzehnts und über einem älteren, längerfristigen Referenzwert liegt. Die Beurteilung des S&P 500 erfordert daher eine genaue Prüfung der Qualität der erworbenen Erträge. Anleger sollten nicht von den Dividendenerträgen früherer Jahrzehnte ausgehen oder erwarten, dass der aktuelle Gewinnkonsens ohne Abweichungen geliefert wird.
12. Methodik und Quellen
Robert J. Shiller: ie_data.xls abgerufen am 28. September 2026; Das moderne D/P-Diagramm deckt den Zeitraum März 1957 bis Juni 2026 ab. Historische Vergleichsbeispiele enden im Dezember 2025. Die Preise sind Monatsdurchschnitte; Die Dividenden- und Gewinnsummen für vier Quartale werden monatlich interpoliert. Statistiken verwenden den aktuell verfügbaren Datenjahrgang und sind kein Backtest, der auf Informationen beschränkt ist, die zu jedem historischen Datum verfügbar sind. Der CPI wird nur für das reale Dividendenwachstum zwischen Dezember 2015 und Dezember 2025 verwendet.
S&P Dow Jones Indices: Factsheet vom 31. August 2026 für angegebene Rendite und Konzentration. FactSet Earnings Insight: Ausgabe vom 25. September 2026 für Forward-KGV und Durchschnittswerte, Trailing-KGV und Veränderungen seit Q2. J.P. Morgan Asset Management: abgerufene Version vom 30. März 2026 für ausgewählte historische Prognose-KGV-Beobachtungen und den dreißigjährigen Mittelwert. Herausgeber aktualisieren das Factsheet und die Guide to the Markets-URLs; Die Zahlen dieses Artikels bleiben an die angegebenen Jahrgänge gebunden. S&P DJI, Veröffentlichung vom 19. März 2025: vorläufige Dividenden und Rückkäufe für 2024, als historisches Beispiel.
Das Dividendendiagramm nutzt verfügbare monatliche Beobachtungen, ohne Lücken mit Nullen zu füllen. Das Forward-KGV-Diagramm zeigt dokumentierte Momentaufnahmen an, ohne dazwischen tägliche Daten zu erfinden. Ohne eine vollständige Vergleichsreihe wird kein zukünftiges KGV-Perzentil oder die Wahrscheinlichkeit eines Rückgangs geschätzt. Wachstumsberechnungen, relative Unterschiede und Sensitivitätsszenarien sind Analysen des Weltmarktatlas und keine Prognosen der Quellinstitutionen.
Posts spiegeln die persönlichen Ansichten des Autors ab Veröffentlichung. Sie sind keine Anlageempfehlungen.